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Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.

15. DGE-Ernährungsbericht: Nachhaltigkeit wird zum Maßstab

17.07.2026

Der 15. DGE-Ernährungsbericht betrachtet die Ernährungssituation in Deutschland erstmals konsequent durch die Brille der Nachhaltigkeit. Dabei verbindet die Publikation Gesundheits-, Umwelt- und Sozialfragen und zeigt, wie eng Ernährung und Ernährungssysteme miteinander verknüpft sind.

Lesedauer: 2 Minuten

Charakter der Publikation: Wissenschaftlicher Ernährungsbericht 
Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 
Auftraggeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 
Geografischer Fokus: Deutschland 
Erscheinungsjahr: 2024
Zielgruppe: Politik, Wissenschaft, Fachkräfte, Forschung und Praxis im Ernährungsbereich 

Worum geht es?

© DGE/Fotograf: André Wagenzik (Bildausschnitt)

Der 15. DGE-Ernährungsbericht beschreibt die aktuelle Ernährungssituation in Deutschland vor dem Hintergrund einer umfassenderen Fragestellung: Wie lassen sich Gesundheit, Umwelt, soziale Aspekte und Ernährung künftig stärker zusammen denken?

Anders als frühere Ausgaben behandelt der Bericht Nachhaltigkeit nicht als Einzelthema, sondern als übergeordneten Rahmen. Die verschiedenen Kapitel untersuchen deshalb nicht nur Verzehrmuster, Gesundheitsdaten oder Lebensmittelangebote. Sie fragen auch, welche Rolle Ernährungssysteme für Klima, Ressourcen, soziale Teilhabe und zukünftige Ernährungsstrategien spielen.

Der rote Faden der Publikation ist die Transformation des Ernährungssystems. Dabei geht es weniger um einzelne Lebensmittel als um die Frage, welche Entwicklungen bereits sichtbar sind und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. 

Warum lohnt sich ein Blick in die Publikation?

Der Bericht bündelt sehr unterschiedliche Forschungsvorhaben unter einer gemeinsamen Perspektive. Leser erhalten Einblicke in langfristige Veränderungen des Lebensmittelverbrauchs, in soziale Unterschiede beim Ernährungsverhalten, in Diskussionen um stark verarbeitete Lebensmittel sowie in neue Proteinquellen.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf Bereiche, die in Ernährungsdebatten häufig weniger Beachtung finden – etwa Ernährungsarmut, die Verpflegung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen oder die Nachhaltigkeit von Gemeinschaftsverpflegung.

Die Publikation zeigt dabei nicht nur aktuelle Befunde, sondern macht sichtbar, an welchen Stellen wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen und wo weiterer Forschungsbedarf gesehen wird.

Die wichtigsten Inhalte

Ernährung zwischen Gesundheit und Nachhaltigkeit

Die Auswertung langfristiger Verbrauchsdaten macht deutlich, dass sich einige Entwicklungen aus Sicht der Autoren in eine günstigere Richtung bewegen. So steigt der Verzehr bestimmter pflanzlicher Lebensmittel, während der Konsum von rotem Fleisch rückläufig ist. Gleichzeitig bleiben deutliche Abweichungen von gesundheitlich und nachhaltigkeitsbezogen eingeordneten Zielgrößen bestehen.

Infografik zu Ernährungstrends im Lebensmittelverbrauch
Quelle: 15. DGE-Ernährungsbericht

Quelle: 15. DGE-Ernährungsbericht

Soziale Faktoren rücken stärker in den Fokus

Mehrere Kapitel verdeutlichen, dass Ernährung nicht allein eine Frage individueller Entscheidungen ist. Besonders die Untersuchungen zu armutsgefährdeten Familien zeigen die Bedeutung finanzieller, sozialer und struktureller Rahmenbedingungen. Ernährungssicherheit und die praktische Umsetzbarkeit gesundheitsförderlicher Ernährung werden dadurch zu zentralen Themen des Berichts.

Neue Proteinquellen als Teil eines größeren Systems

Erstmals widmet der DGE-Ernährungsbericht alternativen Proteinquellen ein eigenes Kapitel. Pflanzliche Proteine, Fermentationsverfahren, Insekten sowie kultiviertes Fleisch werden hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Potenziale und Herausforderungen dargestellt. Dabei steht weniger die Bewertung einzelner Technologien im Vordergrund als ihre mögliche Rolle in zukünftigen Ernährungssystemen.

Außer-Haus-Verpflegung wird zum strategischen Hebel

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verpflegung außerhalb des privaten Haushalts. Von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bis zur Systemgastronomie untersucht der Bericht, welchen Beitrag diese Bereiche zur Nährstoffversorgung und zu Nachhaltigkeitszielen leisten können. Die Ergebnisse zeigen, wie stark Ernährungsumgebungen langfristige Essgewohnheiten prägen können.

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* Transparenzhinweis: Die Auswahl der vorgestellten Publikationen erfolgt kuratiert durch die Redaktion von Foodtech Now! auf Basis ihrer Relevanz für die internationale Proteinwirtschaft. Analyse und Erstellung dieses Artikels wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der Originalpublikation durchgeführt. Der Beitrag dient als Orientierung und ersetzt die vollständige Lektüre der Originalpublikation nicht. Maßgeblich für Inhalte und Aussagen bleibt stets die Originalquelle.

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