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Frau Moritz, Ihr Verein beschäftigt sich mit „Mehrwert“ und Umweltkosten von Produkten. Warum braucht es diesen Ansatz überhaupt?
Weil Preise heute nur einen Teil der Wahrheit erzählen. Die ökologischen Auswirkungen von Produkten – etwa auf Klima, Biodiversität oder Böden – spiegeln sich häufig nicht im Verkaufspreis wider. Unser Ziel ist es, diese Auswirkungen sichtbar zu machen und Unternehmen wie Verbraucher*innen eine fundiertere Entscheidungsgrundlage zu geben.
Sie sprechen von Umweltkosten. Bedeutet das automatisch: nachhaltigere Produkte werden teurer?
Nicht zwingend. Es kommt stark auf das Produkt an. Manche Unternehmen können Umweltkosten durch effizientere Prozesse oder Reduktionsmaßnahmen ausgleichen, ohne Preise deutlich anzuheben. Andere Produkte werden perspektivisch teurer werden müssen. Entscheidend ist: Nachhaltigkeit darf kein Wettbewerbsnachteil bleiben.
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