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Schweine

Tierbestände in Deutschland 2025

Mehr Schweine, weniger Betriebe

06.01.2026

Die aktuellen Zahlen zur Tierhaltung in Deutschland zeigen für das Jahr 2025 eine moderate Erholung des Schweinebestands. Gleichzeitig hält der strukturelle Wandel in der Proteinbranche an.

Lesedauer: 2 Minuten

Immer weniger Betriebe halten Tiere, während die durchschnittlichen Bestandsgrößen weiterwachsen. Das geht aus der vorläufigen Viehbestandserhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor.

Zum Stichtag 3. November 2025 wurden in Deutschland 21,5 Millionen Schweine in 15 220 schweinehaltenden Betrieben gezählt. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung vom 3. Mai 2025 entspricht dies einem Anstieg des Schweinebestands um 2,8 % oder 575 800 Tiere. Auch gegenüber dem Vorjahr nahm der Bestand zu, wenn auch moderater: plus 0,9 % beziehungsweise 196 300 Tiere.

Schweinehaltung: Weniger Betriebe, größere Bestände

Während sich der Schweinebestand zuletzt leicht positiv entwickelte, ging die Zahl der Betriebe weiter zurück. Gegenüber Mai 2025 sank sie nur geringfügig um 0,2 % (–30 Betriebe). Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein deutlicher Rückgang: Seit November 2024 verringerte sich die Zahl der schweinehaltenden Betriebe um 2,7 % oder 430 Betriebe.

Langfristig ist die Entwicklung noch ausgeprägter. Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der Betriebe um 40,8 % beziehungsweise rund 10 500 Betriebe gesunken. Damit setzt sich der Trend zu einer stärkeren Konzentration in der Schweinehaltung fort – ein zentrales Thema für die gesamte Proteinwirtschaft.

Grafik: Betriebe mit Schweinen in Deutschland

Strukturwandel in der Tierhaltung: Bestände pro Betrieb steigen

Trotz des aktuellen Anstiegs liegt der Schweinebestand weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor zehn Jahren. Gegenüber 2015 ging er um 22,3 % oder 6,2 Millionen Tiere zurück. Da die Zahl der Betriebe im gleichen Zeitraum jedoch noch stärker sank, nahm die durchschnittliche Bestandsgröße weiter zu.

Im Jahr 2015 hielt ein Betrieb im Schnitt knapp 1 100 Schweine. Zehn Jahre später waren es mehr als 1 400 Tiere pro Betrieb. Die Entwicklung hin zu größeren Einheiten prägt damit weiterhin die Strukturen der konventionellen Fleischwirtschaft ebenso wie die Diskussionen innerhalb der Proteinbranche insgesamt.

Schweinebestände nach Haltungsform: Unterschiedliche Entwicklungen

Innerhalb der Schweinehaltung zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produktionsstufen. Zum Stichtag wurden 9,2 Millionen Mastschweine gehalten. Das entspricht einem Rückgang um 6,4 % oder 626 200 Tiere gegenüber November 2024.

Demgegenüber stieg die Zahl der Ferkel und Jungschweine deutlich an. Mit 10,9 Millionen Tieren lag sie um 8,1 % beziehungsweise 809 800 Tiere über dem Vorjahreswert. Auch der Zuchtsauenbestand entwickelte sich leicht positiv und erhöhte sich um 1,4 % oder 19 300 Tiere auf insgesamt 1,4 Millionen Tiere.

Grafik: Schweinebestände in Deutschland

Rinder- und Milchkuhbestand: Stabilität im Jahresvergleich

Zum Stichtag 3. November 2025 hielten deutsche Betriebe 10,5 Millionen Rinder, davon 3,6 Millionen Milchkühe. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Rinderbestand um 0,4 % oder 41 000 Tiere.

Der Milchkuhbestand zeigte sich im Lauf des Jahres nahezu konstant und nahm leicht um 0,2 %. Langfristig bleibt jedoch auch hier der strukturelle Rückgang sichtbar: Seit 2015 hat sich der Milchkuhbestand um 16 % bzw. 688 000 Tiere reduziert.

Parallel dazu ging auch die Zahl der Milchkuh haltenden Betriebe um 3,1 % (1500 Betriebe weniger) auf rund 47 200 Betriebe zurück. Gegenüber 2015 entspricht dies einem Minus von 35,6 % oder 26 100 Betrieben.

Schafhaltung in Deutschland: Bestand leicht gestiegen

Der Schafbestand in Deutschland belief sich zum 3. November 2025 auf rund 1,5 Millionen Tiere. Damit lag er um 0,8 % oder 12 100 Tiere über dem Vorjahresniveau. Im Zehnjahresvergleich zeigt sich jedoch auch hier ein Rückgang um 3,6 % beziehungsweise 56 800 Tiere.

Die Zahl der schafhaltenden Betriebe sank weiter. Zum aktuellen Stichtag wurden rund 9 400 Betriebe gezählt, was einem Rückgang um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit 2015 ging die Zahl der Betriebe um 5,0 % oder 490 Betriebe zurück.

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