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Fleischverzehr in Deutschland pro Jahr. Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Der Fleischverzehr in Deutschland ist 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen, bleibt aber unter früheren Höchstständen. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) lag der Verzehr bei 4,6 Millionen Tonnen, ein Plus von 2,7 Prozent. Pro Kopf wurden durchschnittlich 54,9 Kilogramm verzehrt – 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr.
Treiber dieser Entwicklung war vor allem Geflügelfleisch: Der Verzehr erreichte mit 14,7 Kilogramm pro Person einen neuen Höchstwert. Besonders Hühnerfleisch legte zu, begünstigt durch vergleichsweise moderate Preissteigerungen und eine wachsende Beliebtheit. Schweinefleisch bleibt mit 28,3 Kilogramm pro Kopf die wichtigste Fleischart und macht gut die Hälfte des Konsums aus. Auch Rind- und Kalbfleisch verzeichneten trotz höherer Preise einen leichten Zuwachs auf 9,7 Kilogramm.
Produktion leicht rückläufig
Während der Konsum zunahm, ging die Fleischproduktion geringfügig zurück. Die Schlachtmenge sank um 0,3 Prozent auf 7,3 Millionen Tonnen. Besonders die Rindfleischerzeugung verringerte sich deutlich, unter anderem durch weniger Schlachtungen. Die Geflügelproduktion blieb unter dem Vorjahresniveau, auch infolge von Auswirkungen der Vogelgrippe. Schweinefleisch hingegen legte leicht zu, da Bestände stabil blieben und die Schlachtgewichte stiegen.
Handel gewinnt an Bedeutung
Zur Deckung der gestiegenen Nachfrage wurden deutlich mehr Fleisch und Fleischprodukte importiert. Die Einfuhren nahmen um fast elf Prozent zu, insbesondere bei Rind-, Geflügel- und Schaffleisch. Auch die Exporte stiegen leicht und lagen weiterhin über den Importen. Insgesamt erhöhte sich die verfügbare Fleischmenge um 4,5 Prozent auf 6,37 Millionen Tonnen. Neben dem Verzehr umfasst sie auch Verluste, industrielle Nutzung und Verarbeitung.
Der Selbstversorgungsgrad ging leicht zurück. Während Schweinefleisch rechnerisch weiterhin über Bedarf produziert wird, bleibt die Versorgung bei besonders gefragten Teilstücken auf Importe angewiesen. Bei Rind- und Geflügelfleisch liegt die Eigenversorgung unter dem Bedarf.
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