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Wie US-Caterer pflanzenbasierte Angebote messen und steuern

Protein Sustainability Scorecard 2026

09.10.2026

Institutionelle Verpflegung prägt täglich Millionen Mahlzeiten in den USA. Der „Food Service Industry Protein Sustainability Scorecard 2026“ untersucht, wie große Foodservice-Unternehmen ihre Proteinstrategien steuern, welche Ziele sie verfolgen und wie transparent sie über ihre Fortschritte berichten.

Lesedauer: 3 Minuten

Charakter der Publikation: Branchen-Scorecard und Benchmarking-Report: Humane World for Animals (ehemals Humane Society of the United States und Humane Society International)
Auftraggeber: keiner angegeben
Geografischer Fokus: USA
Erscheinungsjahr: 2026
Zielgruppe: Foodservice-Management-Unternehmen, institutionelle Verpfleger, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Entscheider in Gemeinschaftsverpflegung und Catering 

Worum geht es?

Foto: iStock | Subodh Agnihotri

Die Publikation untersucht, wie die 50 größten Foodservice-Management-Unternehmen der USA Nachhaltigkeitsziele im Bereich Protein umsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Bewertung einzelner Produkte, sondern die Frage, inwieweit Unternehmen messbare Ziele für pflanzenbasierte Angebote formulieren, Fortschritte dokumentieren und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung nachweisen können. 

Der rote Faden der Studie ist die Unterscheidung zwischen angekündigten Nachhaltigkeitsambitionen und nachweisbaren Ergebnissen. Humane World for Animals bewertet Unternehmen anhand von drei zentralen Kriterien: Transparenz der Speisepläne, Qualität und Verbindlichkeit der Ziele sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen. 

Die wichtigsten Inhalte

Deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmen

Ein zentrales Ergebnis des Scorecards ist die große Spannweite bei Strategie und Umsetzung. Von den 50 bewerteten Unternehmen verfügen laut Bericht 19 über konkrete Ziele zum Ausbau pflanzenbasierter Angebote, während lediglich acht Unternehmen zusätzlich Zielvorgaben zur Reduzierung tierischer Proteinmengen formuliert haben. 

Gleichzeitig zeigt die Auswertung, dass zahlreiche Unternehmen entweder keine Daten meldeten oder überhaupt nicht an der Befragung teilnahmen. Die Studie stellt damit die Frage nach Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Nachhaltigkeitsversprechen in den Mittelpunkt. 

Fortschritte werden zunehmend messbar

Mehrere Unternehmen konnten ihre selbst gesetzten Ziele erreichen oder übertreffen. Guckenheimer meldete für 2025 einen Anteil von 56 % pflanzenbasierten Mahlzeiten und lag damit über seinem Zielwert von 55 %. Auch Metz Culinary Management erreichte sein Ziel von 50 % pflanzenbasierten Mahlzeiten, während Elior North America sowohl sein unternehmensweites als auch seine segmentbezogenen Ziele erfüllte. 

Die Publikation zeigt damit, dass Nachhaltigkeitsziele im Bereich Protein zunehmend anhand konkreter Kennzahlen verfolgt werden und nicht nur als Absichtserklärungen bestehen. 

Von der Zielsetzung zur Umsetzung

Der Report legt besonderen Wert auf die Frage, wie Unternehmen ihre Ziele in den operativen Alltag übertragen. Bewertet werden unter anderem interne Standards, Schulungen, die Entwicklung neuer Rezepte, Marketingmaßnahmen sowie sogenannte „Glidepaths“ – schrittweise Jahresziele zur Umsetzung langfristiger Strategien. 

Dadurch rückt die Studie weniger die Zielwerte selbst als vielmehr die dahinterliegenden Prozesse in den Fokus. Sie zeigt, welche Instrumente Unternehmen nutzen, um Veränderungen in Einkauf, Menügestaltung und Kommunikation systematisch zu steuern. 

Transparenz als zentrales Bewertungskriterium

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Qualität der Berichterstattung. Unternehmen, die keine Daten bereitstellen oder ihre Angaben nicht belegen, verlieren im Bewertungssystem deutlich an Punkten. Die Autoren argumentieren, dass belastbare Nachweise notwendig sind, um Fortschritte nachvollziehbar zu machen und Greenwashing-Vorwürfen zu vermeiden. 

Damit entwickelt sich die Scorecard zugleich zu einem Instrument, das nicht nur Maßnahmen bewertet, sondern auch die Offenlegung von Informationen. 

Warum lohnt sich ein Blick in die Publikation?

Die Studie bietet einen Einblick, wie große US-Foodservice-Unternehmen Nachhaltigkeitsziele rund um Proteine operationalisieren und messen. Sie zeigt, welche Kennzahlen genutzt werden, wie Unternehmen Fortschritte dokumentieren und welche Rolle Transparenz, Zielsysteme und Umsetzungspläne im institutionellen Catering spielen. Gleichzeitig eröffnet der Bericht einen Überblick darüber, welche Strategien führende Anbieter verfolgen und wo innerhalb der Branche noch deutliche Unterschiede zwischen Anspruch und Umsetzung bestehen. Wer die Entwicklung von Proteinstrategien in der Gemeinschaftsverpflegung verfolgen möchte, findet hier zahlreiche Ansatzpunkte für eine vertiefende Analyse der Originalpublikation. 

Hier direkt weiterlesen (nur auf Englisch verfügbar):

* Transparenzhinweis: Die Auswahl der vorgestellten Publikationen erfolgt kuratiert durch die Redaktion von Foodtech Now! auf Basis ihrer Relevanz für die internationale Proteinwirtschaft. Analyse und Erstellung dieses Artikels wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Grundlage der Originalpublikation durchgeführt. Der Beitrag dient als Orientierung und ersetzt die vollständige Lektüre der Originalpublikation nicht. Maßgeblich für Inhalte und Aussagen bleibt stets die Originalquelle.

Header Bild: Humane World for Animals | Valentina Cordero: Food Service Industry. Protein Sustainability Scorecard, April 2026

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